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»» Biokurs für Aquarianer

Alle Aquarianer sind mehr oder minder Biologen - Zwangsbiologen viel­leicht, denn wer Fische einigermaßen naturgemäß halten, pflegen und züch­ten will muss schon ein wenig Biologie können. So wundert es auch nicht, dass man wohl bei keiner Versammlung mehr biologische Fachausdrücke an den Kopf geworfen bekommt als bei einer Aquarianertagung.

Auch meine Webseite ist nicht ganz frei von Fachjargon, obwohl ich mich sehr bemühe, alle Fachausdrücke zu verdeutschen oder, wenn dies nicht geht, zu erklären. Um meinen Lesern den Einstieg in die biologische Fachsprache ein wenig zu erleichtern, hier meine Rubrik:

       
         
       

Dr. Fischs Bio­kurs für Aquarianer


Diese Biokurse stehen zur Zeit zur Verfügung. Ein Klick auf das betreffende Bild ruft den Kurs auf!

Biokurs Atmung Atmung ist der Gasaustausch von Organismen, näm­lich die Abgabe des durch die Stoffwechselvorgänge entstandenen Kohlendioxids und die Aufnahme von Sauerstoff. Sauerstoff ist für die biologische Verbren­nung und Energienutzung nötig. Er kann direkt aus der Luft aufgenommen werden oder aus dem Was­ser. Die Fische haben wie alle höher entwickelten Tiere spezielle Atemhilfsorgane, von denen die Kie­men am wichtigsten sind.
Biokurs Evolution
Die Evolutionslehre ist die umfassendste Theorie im Bereich der Biologie. Für alle anderen biologi­schen Disziplinen ist sie von entscheidender Be­deutung. Sie befasst sich mit der Abstammung der Lebewesen und sucht nach den ihnen zugrunde liegenden allgemeinen Gesetzmäßigkeiten. Seit Charles Darwin weiß man, dass sich alle Arten im Verlauf langer Zeiträume aus anderen, zumeist einfacheren Formen entwickelt haben. Die ent­scheidenden Evolutionsfaktoren sind Überpro­duktion, Mutabilität, Selektion und Isolation.
Biokurs Instinkte Der Instinktbegriff ist in der Verhaltenskunde (Ethologie) nicht unumstritten. Es gibt viele unter­schiedliche Definitionen, aber am Vorhandensein der für Instinktbewegungen zuständigen Mecha­nismen zweifelt kein Ethologe. Tinbergen defi­niert Instinkt als einen "hierarchisch organisier­ten nervösen Mechanismus, der auf bestimmte vorwarnende, auslösende und richtende Impulse, sowohl innere wie äußere, anspricht und sie mit wohl koordinierten, lebens- und arterhaltenden Bewegungen beantwortet."
Biokurs Flossen Fischflossen sind flächenhafte, zumeist beweg­liche Körperanhänge, die der Fortbewegung, der Steuerung und der Stabilisierung des Körpers dienen. In Einzelfällen können Flossen oder Flos­senteile auch zu Wehrorganen (beispielsweise Stacheln vieler Welse), Haftorganen (beispiels­weise Grundeln), Begattungsorganen (zum Bei­spiel lebendgebärende Zahnkarpfen), Flugorga­nen (beispielsweise Beilbauchfische) oder Tast- ­oder Schmeckorganen (zum Beispiel Faden­fische) umgewandelt sein.  
Biokurs Fischauge Das Linsenauge der Fische entspricht weitge­hend den Augen der übrigen Wirbeltiere, hat aber einige Sonderanpassungen an seine besondere Umwelt. Im Prinzip kann man das Auge mit einer Kamera vergleichen: die Umgebung wird durch eine Linse oder ein ganzes Linsensystem auf dem Kamera- bzw. Augenhintergrund abgebildet und dann entsprechend weiterverarbeitet.  
Biokurs Schutzanpassungen Auf verschiedene Weisen versuchen sich Tiere vor ihren Feinden zu schützen. Die folgenden Stichworte berücksichtigen die wesentlichen Formen der Schutzanpassungen. Bei vielen Tieren sind mehrere Schutzanpassungen kombiniert. Einen absoluten Schutz kann es natürlich niemals geben; jede Anpassung bringt ihrem Träger nur eine relative Verbesserung.
Biokurs Tiergeographie Die Tiergeographie oder Zoogeographie beschäftigt sich mit der Verbreitung der Tiere und deren Ursachen. Die derzeitige Verbreitung ist aus den Umweltansprüchen der Art und den gegenwärtigen ökologischen Bedingungen (abiotische Faktoren wie Klima und Boden, biotische wie tierische und pflanzliche Mitbewohner, sowie der Mensch) heraus zu erklären: ökologische Tiergeographie. Oft müssen zur Deutung ökologische Veränderungen der Vergangenheit hinzugezogen werden: historische Tiergeographie.  
Biokurs Limnologie Die Limnologie ist die Wissenschaft von den Bin­nengewässern. Sie befasst sich mit stehenden Ge­wässern, Fließgewässern und dem Grundwasser. Wesentliche Aufgabe dieser Disziplin ist es, den Stoffhaushalt der Binnengewässer zu erforschen und kausale Beziehungen zwischen den abioti­schen Faktoren und den Organismen und ihren Gemeinschaften im Gewässer zu klären. Sie ist damit nicht nur ein Teilgebiet der allgemeinen Gewässerkunde (Hydrologie), sondern auch der Ökologie. - In diesem Biokurs geht es vorrangig um die Zonierung von Seen.
 
Biokurs Art / Spezies „Splitter“ sind Biologen, die bei der taxonomischen Bearbeitung dazu neigen, schon bei geringen Unterschieden neue Arten zu beschreiben. So gibt es Pracht-Zwergguramis, die nur auf Grund sehr geringer Farbunterschiede als neue Art beschrieben wurden, speziell dann, wenn sie von verschiedenen benachbarten Inseln stammen. Im Experiment würde man feststellen, dass sich diese Arten problemlos miteinander vermischen. Das würde auch ohne den Menschen geschehen, wenn die Arten in der nächsten Eiszeit wieder aufeinander treffen – wenn der Mensch sie bis dahin nicht durch Biotopvernichtung ausgerottet hat!
Biokurs Ökologie Die Ökologie beschäftigt sich mit den Wechselbezie­hungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt. Der Biokurs will dem Leser die Gelegenheit geben, hier über einige Fachbegriffe Einblick in dieses auch für Aquarianer und Terrarianer wichtige Teilgebiet der Biologie zu bekommen.  
Biokurs Typen
Bei der wissenschaftlichen Artbestimmung gibt es immer wieder Schwierigkeiten. Oft sind die alten Artbeschreibungen unzugänglich und lassen keine eindeutige Identifizierung zu. Dann dienen hinterlegte, konservierte Bezugsexemplare als das offizielle Richtmaß für die Namen der Arten, die Typen. Die Methode, Namen durch Typen festzulegen, wird als "Typusverfahren" bezeichnet. Typen sind nach Artikel 72f der internationalen Nomenklaturregel "Allgemeingut der Wissenschaft" und sollten daher öffentlichen Institutionen (Forschungsinstitute, Museen o. ä.) übergeben werden.  
Biokurs Ernährung I

Als "Ernährung" bezeichnet man die Aufnahme von allen festen, flüssigen und gasförmigen Substanzen, die tierische oder pflanzliche Lebewesen zur Aufrechterhaltung ihres Stoffwechsels benötigen. Die aufgenommenen Stoffe können sowohl organischer als auch anorganischer Art sein.

Hier werden Fachbegriffe zu diversen Ernährungstypen erklärt.

 
Biokurs Fortpflanzung bei Fischen
Wie bei allen Wirbeltieren entstehen die Nachkommen der Fische aus dem Verschmelzungsvorgang zwischen einer Ei- und einer Samenzelle. Je nachdem, unter welchen Bedingungen es zu diesem als "Befruchtung" bezeichneten Vorgang kommt und was dann mit den befruchteten Eizellen geschieht, kann man einige Fortpflanzungssysteme bei Fischen unterscheiden. Sie betreffen die Zahl der beteiligten Individuen, die Art der Verpaarung, das Vorhandensein und die Art der Paarbindung und die Art der Beteiligung der Eltern an der Brutpflege. Hierzu ein paar typische Stichworte  
Biokurs Aquarienpflanzen „Aquarienpflanze“ ist natürlich kein biologischer Begriff. Es sind Wasserpflanzen, die für die Gestaltung eines Aquariums verwendet werden. Hierzu ein paar Begriffe, die für Aquarianer von Nutzen sein könnten.  
Biokurs Systematik Im Jahre 1956 beschrieb Hoedeman einen Salmler als Hyphessobrycon rubrostigma. Jetzt ist Hyphessobrycon erythrostigma der gültige Name für den Perez-Salmler. Am Beispiel dieser Art werden Bedeutung und Handhabung der biologischen Systematik verdeutlicht.

Weitere Biokurse folgen in unregelmäßigen Abständen